Presseschau

WR Mittwoch, 12. Juni 2013

Gesunde Schule • Zum zweiten Mal bietet die Realschule Oberaden das Wahlfach Gesundheit an. Mit Erfolg: ,,Es gibt mehr Anmeldungen als Plätze. Also muss das Losverfahren entscheiden", so Andre Holtmann. • Mit dem Fach möchte die Schule der Zertifizierung, ,,Gesunde Schule" näher kommen. Dafür gibt es noch weitere Bausteine. •Zum Beispiel gibt es seid dem Juli vergangenen Jahres gesunde Mahlzeiten aus  regionalen Produkten. Die bewegte Pause für die fünften und sechsten Klasse ist ein weiterer Schritt.

Gesundheit als Unterrichtsfach

Neuntklässler der Oberadener Realschule lernen im Fitness-Studio Oberaden. Langsam bewegt Jennifer Goldbaum die Arme nach vorn. „Atmen nicht vergessen", mahnt Andre Holtmann. Der konzentriert-angestrengte Gesichtsausdruck seiner Schülerin weicht einem Grinsen. Die Übung zur Stärkung der Arm- and Brustmuskulatur klappt gleich viel besser. Es ist ein ungewöhnliches Klassenzimmer, in dem Jennifer Goldbaum und ihre Mitschüler lernen: Die Neuntklässler der Realschule Oberaden, die sich für zwei Schuljahre für das Wahlfach ,,Gesundheit" entschieden haben, tauschen inzwischen regelmäßig Klassenraum und Turnhalle gegen ein Fitness- Studio. „Wir sind jetzt zum vierten Mal hier", erzählt Sportlehrer Holtmann. Nachdem beim ersten Besuch eine Einführung auf dem Programm stand, trainieren die Schüler jetzt eigenverantwortlich. Die Trainingspläne haben sie selbst geschrieben. Doch natürlich hat Holtmann ein Auge auf seine Schützlinge. Schließlich sollen die Jugendlichen sich nicht überfordern oder verletzen. Darum ging den Trainingseinheiten im Studio auch ein Halbjahr Theorie voraus. “Dabei haben die Schüler gelernt, worauf es beim Kraft- und Ausdauertraining ankommt, worauf sie beim Training achten müssen", sagt Holtmann. Beispielsweise ging es da um die richtigen Pulswerte beim Ausdauertraining. Oder darum, dass gerade das Training der Stützmuskulatur - also der Bauch- und Rückenmuskeln - wichtig ist. ,,Die ist bei den meisten Jugendlichen nicht so gut ausgebildet", bedauert Holtmann - Danach lernten die Schüler in der Turnhalle der Schule ihre körperlichen Fähigkeiten kennen. Trainiert wurde dabei mit dem eigenen Körpergewicht. Beim Zirkeltraining standen also Liegestützen und Sit-ups an. Spätestens dabei zeigte sich, wie groß  die Leistungsschwankungen sind: ,,Wir haben vom Anfänger bis zum Leistungssportler alle Abstufungen", sagt Holtmann denen, die schon zu Beginn des Kurses körperliche Spitzenleistungen erzielten, gehört Nicklas Ach. ,,Ich gehe schon seit einem Jahr ins Fitness-Studio", erzählt der durchtrainierte 16-jährige.  ,,Pumpen", also der Aufbau der Muskulatur ist ihm dabei ein bisschen wichtiger, als die Ausdauer. Der Hauptgrund, aus dem Nicklas sich für den Kurs entschied, ist aber ein ganz anderer: Er will mehr über gesunde Ernährung lernen. ,,Das Kochen interessiert mich", sagt er. Denn im zehnten Schuljahr geht das Fach weiter. Dann stehen die Kochkünste der Jugendlichen auf dem Prüfstand. Und dabei gibt es erfahrungsgemäß einiges nachzuholen, weiß Holtmann, um das gesunde Leben auch auf die Ernährung auszudehnen.

Wenn eine ganze Klasse die Nase in die Zeitung steckt

Es ist wieder soweit, das Zeus-Projekt der Klassen 8 der Realschule Oberaden ist im Frühjahr 2013 gestartet. Das Zeus-Projekt wurde 2005 von der WAZ-Mediengruppe ins Leben gerufen. Wie der Name Zeus (ZEitung Und Schule) schon sagt, soll Jugendlichen bei diesem Projekt die Zeitung näher gebracht werden.

Wir begrüßen unseren neuen Konrektor Jörg Lange!

Der Konrektor trainiert ein Fußball-Team

Jörg Lange ist neuer stellvertretender Leiter der Realschule Oberaden

Westfälischer Anzeiger vom 11.04.2013

OBERADEN. Die Lehrer der Realschule Oberaden haben gestern ihren neuen Kollegen Jörg Lange mit einem Ständchen begrüßt. Der Konrektor, der in dieser Woche seinen Dienst am Pantenweg angetreten hat, feierte seinen 36. Geburtstag. Dass das Kollegium das zum Anlass nahm, für ihn zu singen, betrachtet Lange als ein weiteres Zeichen, in Oberaden gut aufgenommen worden zu sein. In seinen drei Arbeitstagen jedenfalls hat die Schule einen sehr positiven Eindruck gemacht. Ohnehin hatte sich Lange im vergangenen Sommer nicht ganz unbesehen auf die Stelle des Konrektors beworben: "Ich kenne jemanden aus dem Kollegium, der mir die Schule ans herz gelegt hat", sagt er. Auch Bergkamen ist für Lange kein ganz fremdes Pflaster: "Meine Schwester wohnt in Rünthe." Er selbst lebt in Dortmund. In der Stadt ist er geboren und aufgewachsen. Lange ist im Osten der Nachbarstadt beheimatet. Ein relativ kurzer Weg zum neuen Arbeitsplatz sprach also ebenfalls für die Stelle. Außerdem freut sich Lange natürlich über den Karrieresprung vom einfachen Lehrer zum Konrektor. Dass damit eine Menge bisher ungewohnter Verwaltungsarbeit auf ihn zukommt, ist ihm klar. Bei den ersten Schritten nach den Osterferien hat ihm Schulleiter Godehard Stein geholfen, der sein Amt im vergangenen September angetreten hatte: "Alles andere kann man sich aneignen", sagt Lange. Schul-Erfahrung besitzt der neue Konrektor ohnehin eine ganze Menge: Vor seinem Wechsel nach Oberaden arbeitete er siebeneinhalb Jahre an der Freiligrathschule Witten, einer Hauptschule. An dieser Schule hat Lange auch sein Referendariat absolviert, in Dortmund Aplerbeck. Kurzzeitig war er an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Lünen tätig.

Herzlich Willkommen, Herr Stein!

Neuer Schulleiter an der RSO

Westfälischer Anzeiger (online) vom 19.09.2012


BERGKAMEN ▪ Noch kennt Godehard Stein nicht alle Namen aus dem Lehrerkollegium und schon gar nicht die der Schüler. Doch das soll sich ändern. Der 43-Jährige ist seit einigen Tagen Leiter der Realschule Oberaden am Pantenweg und nutzt natürlich die Anfangsphase, um sich zu orientieren.

„Demnächst werde ich dann auch unterrichten“, sagt er. In einem Fach wie Mathematik gar nicht mal so einfach, wenn der Lehrer im laufenden Schuljahr beginnt.Stein ist gebürtiger Lippetaler und wohnt mittlerweile wieder dort. Zuletzt war er an der Realschule in Altlünen als Konrektor tätig. Wo sein neuer Arbeitsplatz liegt, wusste er bereits: „Auf dem Heimweg von Altlünen bin ich immer hier vorbeigefahren.“

Die Stelle war fast anderthalb Jahre unbesetzt. „Wenn jemand aus einer Leiterstelle in die Schulaufsicht wechselt wie Frau Rudzynski, darf die Stelle neun Monate nicht besetzt werden“, erklärt Andreas Kray, Leiter des Schulverwaltungsamtes, der Godehard Stein offiziell begrüßte. „In dieser Zeit hätte sie die Möglichkeit gehabt, an den alten Arbeitsplatz zurück zu kehren.“

An seiner neuen Stelle reizten ihn die Musik- und Profilklassen. „Drei Profilklassen, das ist ein echter Hammer“, sagt Stein. Darüber hinaus freut er sich, dass das Thema Inklusion schon angepackt wurde. „Es gibt im fünften Jahrgang eine integrative Lerngruppe, die im Unterricht doppelt besetzt ist.“ Der momentane Personalstand sei gut. Er hoffe, dass auch die Konrektorenstelle bald wieder besetzt werde.

Und die Zukunft der Schulform Realschule? Die sei erstmal bis 2020 gesichert, betont Stein. Sie sollte als wichtiger Bestandteil des Schulsystems so lange wie möglich erhalten bleiben, auch wenn er nichts gegen eine Sekundarschule habe, so der Rektor. Die Entscheidung werde letztlich auf politischer Ebene gefällt.Notwendig seien einige Sanierungsmaßnahmen auf dem Schulhof und in der Pausenhalle: „Das wirkt dort doch sehr dunkel.“

Im Leben außerhalb der Schule renoviert der Vater von zwei Kindern gerade mit seiner Lebensgefährtin ein Haus. Für einen Lehrer mit den Fächern Mathematik, Physik und Technik eher ungewöhnlich: Stein hat einen Lyrikband – Titel: „Aberhuberts lyrische Eskapaden“ – veröffentlicht und schreibt an einem Roman. ▪ hal