RSO nun auch offziell "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage"

Die Realschule Oberaden wurde am 10.06.2026 offiziell in das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ aufgenommen. 

Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung erhielt die Schule das entsprechende Schild und setzte damit ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Respekt und Zivilcourage. Durch die Titelverleihung führten die Schülerinnen Sena, Lea sowie der Schüler Enes, die die Veranstaltung souverän und professionell moderierten.

Die erste Rede hielt Schulleiter Herr Lange. Er betonte die große Bedeutung des Themas und machte zugleich deutlich, dass die Realschule Oberaden die Werte des Siegels „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bereits seit vielen Jahren lebe. Dabei verwies er auf das Bild „Friedliches Miteinander“ in der Pausenhalle, das symbolisch für das respektvolle Zusammenleben an der Schule stehe. Sein Dank galt den Lehrkräften, der Arbeitsgruppe sowie insbesondere Herrn Yöney, der die Bewerbung und Umsetzung des Projekts maßgeblich begleitet hatte.

Herr Yöney hob hervor, dass sich die Schulgemeinschaft in einer demokratischen Abstimmung für die Teilnahme am Netzwerk entschieden habe. Mit dem Siegel werde nach außen deutlich gemacht, dass die Realschule Oberaden eine Schule ohne Rassismus sei und sich aktiv für Zivilcourage einsetze.

Für ein abwechslungsreiches Programm sorgten zwei Schülergruppen. Die Klasse 6c präsentierte ein Theaterstück, das eine alltägliche Situation aufgriff und am Ende mit Plakaten die Botschaft „Wir stehen für Vielfalt ein“ vermittelte. Die Klasse 8b zeigte eine eindrucksvolle Szene zum Thema Zivilcourage. Dabei wurde deutlich gemacht, dass Zivilcourage wichtig ist und im Ernstfall sogar Leben retten kann. Die Aufführung hatten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Herrn Yöney im Politikunterricht erarbeitet.

Als Vertreterin der Regionalkoordination lobte Frau Garretsen die Schülerinnen und Schüler für ihre engagierten Aufführungen. Sie unterstrich die Bedeutung des Projekts und würdigte die Realschule Oberaden dafür, aktiv gegen Rassismus vorzugehen und Courage im Schulalltag sichtbar zu machen. Anschließend sprach Bürgermeister Herr Heinzel, der zugleich als Pate des Projekts fungiert. In seiner Rede ging er auf gesellschaftliche und politische Perspektiven ein und betonte, dass er die Realschule Oberaden als Pate selbstverständlich unterstützen werde. Zudem erläuterte er historische Entwicklungen und machte deutlich, dass Rassismus keineswegs nur ein Problem der Vergangenheit sei, sondern auch heute weiterhin bekämpft werden müsse. Der zweite Pate der Schule, Profiboxer Dariusz Lassotta, stellte die Verbindung zur Realschule Oberaden heraus und sprach über den Umgang mit dem Begriff Rassismus. Er betonte, dass Rassismus ein ernstes gesellschaftliches Problem sei, gleichzeitig aber differenziert betrachtet werden müsse und vorschnelle Urteile vermieden werden sollten. Viele Schülerinnen und Schüler würden den Begriff verwenden, ohne seine genaue Bedeutung zu kennen. Er freue sich ebenso wie Herr Heinzel darüber, Pate der Realschule Oberaden sein zu dürfen, und sicherte der Schule seine Unterstützung zu. 

Besonders die Ergebnisse des Projekttages sowie das gemeinsame Gruppenfoto zum Abschluss verdeutlichten den Erfolg der Veranstaltung. Der gesamte Vormittag hatte der inhaltlichen Vorbereitung auf die Titelverleihung gedient und bot den Schülerinnen und Schülern vielfältige Möglichkeiten, sich mit den Themen Vielfalt, Respekt und Zivilcourage auseinanderzusetzen. Sowohl aus Sicht der Schülerinnen und Schüler als auch der Lehrkräfte fiel das Fazit des Tages durchweg positiv aus. Mit der Aufnahme in das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ setzt die Realschule Oberaden ein starkes Zeichen für ein respektvolles Miteinander und gegen jede Form von Diskriminierung.